2018-04-26 21.50.49

Die erste Auflage in Herborn hatte im vergangenen Jahr den Boden bereitet. Jetzt wurde der Hessische Kabarettpreis ein zweites Mal vergeben - an vier Künstler aus den verschiedensten Genres der Bühnenkunst.

In den Kronberger Lichtspielen erhielten jetzt Max Uthoff (Ehrenpreis), die Österreicherin Lisa Eckhart (Förderpreis), Aydin Isik (Jurypreis) sowie Matthias Reuter (Publikumspreis) ihre Auszeichnungen.

Uthoff, seit mehr als zehn Jahren ein bestimmender Kopf der deutschen und vielen als Moderator der Kabarettsendung „Die Anstalt“ ein Begriff, erhielt die Trophäe auch ein Stück weit für seine Haltung. „Im Fake-News-Zeitalter belegbare Fakten und kühlen Kopf dagegensetzen, Engagement und Mut beweisen, das ist einer seiner Verdienste“, hob Jörg Michael Simmer von der Kulturscheune Herborn in seiner Laudatio hervor. Uthoff erhielt neben 3000 Euro und einer Skulptur die „Ahle Worscht“, so der Name des Ehrenpreises. Ebenfalls über 3000 Euro freute sich Lisa Eckhart, die mit dem Förderpreis „Grie Soß“ nach Hause gehen durfte. Souveräne Bühnenpräsenz und präziser Sprachwitz, schlitzohrige Boshaftigkeit, böse Reime und pointierte Provokation sind die Mittel und Markenzeichen des lyrischen Paradiesvogels aus Österreich.

Jeweils 3000 Euro durften auch die beiden Wettbewerbssieger ihr eigen nennen. Der Kölner Aydin Isik erhielt für seine pointierte, tiefgehende, aber durchaus unterhaltsame Religionskritik den Jurypreis „Bethmännchen“. Besonders seine „Rezension“ des „Erlkönigs“ als Kunstfigur „Kemal aus Kreuzberg“ begeisterte das Publikum. Das wiederum hatte Ruhrpott-Schnauze Matthias Reuter ganz knapp zu seinem Favoriten erkoren und ihm die Auszeichnung „Handkäse mit Musik“ zugesprochen. Eine verdiente Wahl, denn der Klavierkabarettist verband – wie bei seinem Song „Renterfischen im Hallenbad“ bitterböse Weisheiten mit hoher Musikalität und enormer Bühnenpräsenz.

Ebenfalls noch im Wettbewerb waren Poetryslammer Julian Heun sowie das Frauen-Musikkabarettduo Lieblingsfarbe Schokolade.

Ins Leben gerufen haben den Preis die Kulturscheune Herborn, das „Piazza“ Vellmar und der „Fresche Keller“ Ortenberg. Die Jury bildeten Jörg Michael Simmer (Kulturscheune Herborn), Pia Bluhm (Piazza Vellmar), Michael Glebocki (Fresche Keller), Eva-Maria Magel (FAZ), Rainer Dachselt (HR), Harry Thyssen (Thyssen Entertainment) und Martin Sonntag (Caricatura Kassel). Insgesamt wurden 90 Bewerbungen gesichtet. Unterstützt wird der Preis aus Mitteln des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank Hessen.

 

 

 

 
Autor
Jörg Michael Simmer

jms2016

Jörg Michael Simmer ist seit 2001 Vorsitzender des Vereins "Herborner Heimatspiele e.V.", dem er seit seiner Gründung 1990 angehört. Er ist für die Programmzusammenstellung in der Kulturscheune verantwortlich und seit 1984 aktiver Schauspieler.
 

 

 

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