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Genau auf halber Strecke zwischen New Orleans und Chicago haben sich die sechs Musiker der "Heye's Society" einst getroffen. Nun sind die Herrschaften um Bandgründer Heye Villechner auf Abschiedstournee.

Diese kann noch etwas andauern und so machten sie bereits zum zweiten Mal in Herborns "KulturScheune" Station.

Die sympathischen Oldies stehen nicht zwangsläufig für Ü 70-Partys. Weder haben alle Bandmitglieder noch Teile das Publikum bereits das Rentenalter erreicht. Das Gros der gespielten Stücke dagegen hat bereits rund 100 Jahre auf dem Buckel.

Alles, was am Jazz Spaß macht - Humor. Spielwitz und Improvisationslust - die "Heye's Society" hat es drauf. Das "gemischtnationale" Ensemble - die Musiker stammen von Friesland bis München - nahm sich selbst nicht so ernst und gestaltete so einen kurzweiligen Abend in Herborns Kleinkunsttempel.

Toni Ketterle, Trompeter, Kornettist und Arrangeur der Band, führte durch das abwechslungsreiche Programm, das dorthin zurückkehrte, wo alles seinen Anfang nahm.

Klarinettist Achim Bohlender, Pianist Dr. Tino Rossmann, Posaunist Erwin Gregg und der hinter seiner Tuba kaum sichtbare Leopold Gmelch vervollständigten das Sextett, das sich Klassikern aus der Frühzeit des Jazz mit liebevoller Inbrunst widmete.

Und das sehr zu Freude ihrer Zuhörer, die - wenn schon nicht mehr mit ekstatischer Bewegungsfreude ausgestattet - so manchen Refrain mitsangen. Rossmann, nicht nur cooler Tastenkünstler, sondern mit angerauter Stimme auch auf den Spuren von Louis Armstrong & Co. unterwegs, sorgte dafür, dass man sich den Legenden des Jazz mit lockerer Leichtigkeit zu nähern verstand.

Die Liste der Instrumental- und Vokaltitel reichte von King Olivers "Sugar Food Stomp" über den " St. Louis Blues", der 1921 von der "Original Dixieland Jazz Band" aufgenommen worden war, und Louis Armstrongs berühmten "Westend Blues" bis hin zu Buddy Boltons "Making Runs" und kreolischen Stücken wie dem munteren Evergreen "Eh la bas".

Viel zu schnell verging der Abend mit der "Heye's Society", die ihr Publikum mit auf eine wundervolle musikalische Zeitreise durch die Welt des New-Orleans-Jazz und des Swings nahm.
(Fotos: Gert Fabritius)

 

 
Autor
Helmut Blecher

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Helmut Blecher ist freier Autor und Fotograf. Der Dillenburger berichtet seit Jahren über das kulturelle Geschehen vornehmlich an Lahn und Dill und hat bereits Auftrittskritiken für zahlreiche Künstler in der KuSch geschrieben.
 

 

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